Thema 09

Verkehrsunfälle – Welche Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit?

Praxisbezug: Über 2,5 Mio. Verkehrsunfälle pro Jahr in Deutschland verursachen volkswirtschaftliche Kosten von etwa 35 Mrd. €.

Anforderungen an eure Ausarbeitung

Inhalt
  • Klare Forschungsfrage und kurze Einordnung des Themas.
  • Echte Daten mit Quelle, Abrufdatum, Zeitraum und Stichprobengröße.
  • Mindestens drei statistische Kennwerte mit Rechnung, Bedeutung und Interpretation.
  • Mindestens zwei passende Diagrammarten mit vollständiger Beschriftung und Erklärung der Aussage.
  • Empfohlener Umfang der Ausarbeitung: 4–6 Seiten ohne Deckblatt und Quellenverzeichnis.
Stochastik
  • Mindestens eine Wahrscheinlichkeitsberechnung oder ein begründetes Modell.
  • Bei mehrstufigen Situationen: Baumdiagramm, Pfadregeln oder Vierfeldertafel.
  • Rechnungen, Formeln und Diagramme nicht nur formal einbauen, sondern verständlich erklären: Was wurde berechnet, warum passt die Methode, was bedeutet das Ergebnis?
  • Grenzen der Daten nennen: Stichprobe, Messfehler, Verzerrungen.
Abgabe und Vortrag
  • Abgabe als PDF, maximal 40 MB.
  • Präsentation: 12–15 Minuten, anschließend kurze Rückfragen.
  • Ziel der Präsentation: Die anderen Schülerinnen und Schüler sollen euer Thema danach grundsätzlich verstehen und eure wichtigsten Ergebnisse nachvollziehen können.
  • Ihr müsst alles erklären können, was in eurer Ausarbeitung steht.
  • Ihr bekommt zwei Noten: Ausarbeitung und Präsentation.

Detaillierte Aufgabenstellung

1

Recherchiere die Unfallstatistik des Bundes und/oder eines Bundeslandes der letzten 5 Jahre.

Hinweis: destatis.de Fachserie 8 Reihe 7 „Verkehrsunfälle“: PDF mit allen Tabellen, frei als PDF + Excel.
2

Berechne relative Häufigkeiten nach Unfallursachen (Geschwindigkeit, Alkohol, Vorfahrt, Abstand …).

Hinweis: Vierfeldertafel-Beispiel: Zeilen = Altersgruppe (jung / nicht-jung), Spalten = Unfallschwere (schwer / leicht). Die vier Felder enthalten absolute Zahlen.
3

Erstelle eine Vierfeldertafel zu zwei Merkmalen (z. B. Altersgruppe vs. Unfallschwere) und berechne bedingte Wahrscheinlichkeiten.

Hinweis: Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(\text{schwerer Unfall}\mid\text{jung}) = \frac{\text{junge mit schwerem Unfall}}{\text{junge gesamt}}\).
4

Vergleiche Unfallhäufigkeiten pro 1.000 Einwohner zwischen zwei Bundesländern. Was fällt auf?

Hinweis: Bei Bundesländer-Vergleich: Normiert auf Einwohnerzahl (Unfälle pro 1.000 EW), sonst sind dichter besiedelte Länder immer „schlechter“.
5

Stelle die Daten mit gestapelten Säulendiagrammen und Kreisdiagrammen dar.

Hinweis: Visualisierung: Kreisdiagramm der Unfallursachen + gestapeltes Säulendiagramm pro Altersgruppe (Anteil leichter/schwerer/tödlicher Unfälle).
Datenquellen: destatis.de (Verkehrsunfälle, Fachserie 8 Reihe 7), Statistische Landesämter, BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen).
Schwerpunkte: Vierfeldertafel Bedingte Wahrscheinlichkeit Relative Häufigkeit

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