Thema 11

Mietpreise im Städtevergleich – Wo wird Wohnen unbezahlbar?

Praxisbezug: Mietpreise sind ein zentrales sozial- und wirtschaftspolitisches Thema. In München kostet der Quadratmeter dreimal so viel wie in Chemnitz.

Anforderungen an eure Ausarbeitung

Inhalt
  • Klare Forschungsfrage und kurze Einordnung des Themas.
  • Echte Daten mit Quelle, Abrufdatum, Zeitraum und Stichprobengröße.
  • Mindestens drei statistische Kennwerte mit Rechnung, Bedeutung und Interpretation.
  • Mindestens zwei passende Diagrammarten mit vollständiger Beschriftung und Erklärung der Aussage.
  • Empfohlener Umfang der Ausarbeitung: 4–6 Seiten ohne Deckblatt und Quellenverzeichnis.
Stochastik
  • Mindestens eine Wahrscheinlichkeitsberechnung oder ein begründetes Modell.
  • Bei mehrstufigen Situationen: Baumdiagramm, Pfadregeln oder Vierfeldertafel.
  • Rechnungen, Formeln und Diagramme nicht nur formal einbauen, sondern verständlich erklären: Was wurde berechnet, warum passt die Methode, was bedeutet das Ergebnis?
  • Grenzen der Daten nennen: Stichprobe, Messfehler, Verzerrungen.
Abgabe und Vortrag
  • Abgabe als PDF, maximal 40 MB.
  • Präsentation: 12–15 Minuten, anschließend kurze Rückfragen.
  • Ziel der Präsentation: Die anderen Schülerinnen und Schüler sollen euer Thema danach grundsätzlich verstehen und eure wichtigsten Ergebnisse nachvollziehen können.
  • Ihr müsst alles erklären können, was in eurer Ausarbeitung steht.
  • Ihr bekommt zwei Noten: Ausarbeitung und Präsentation.

Detaillierte Aufgabenstellung

1

Wähle 5 deutsche Städte (Mix aus Groß- und Kleinstädten). Erhebe für jede Stadt mindestens 30 aktuelle Mietangebote (z. B. Immobilienscout, ImmoWelt) – eigene Stichprobe.

Hinweis: Stichprobe ziehen: 30 Wohnungen pro Stadt mit ähnlichen Kriterien (z.B. 50–80 m², 1–3 Zimmer). Sonst vermischt ihr Studentenbuden mit Familienhäusern.
2

Berechne Mittelwert, Median, Spannweite und Standardabweichung des Quadratmeterpreises je Stadt.

Hinweis: Quadratmeterpreis = Kaltmiete / Wohnfläche. Achtung: Filtert nach Kaltmiete, damit unterschiedliche Nebenkosten-Pauschalen die Daten nicht verzerren.
3

Erstelle Box-Plots zum Vergleich der Städte.

Hinweis: Median aussagekräftiger als Mittelwert, weil einzelne Penthouse-Inserate den Mittelwert nach oben ziehen.
4

Recherchiere das Durchschnittseinkommen in den jeweiligen Städten und berechne die „Mietbelastungsquote“ (Anteil Miete am Einkommen).

Hinweis: Mietbelastungsquote = Monatsmiete / Nettoeinkommen. Über 30 % gilt als „kritisch“, über 40 % als „belastend“.
5

Berechne die Wahrscheinlichkeit, in einer Stadt eine Wohnung unter dem mittleren Quadratmeterpreis zu finden.

Hinweis: Box-Plots in einer Grafik nebeneinander zeigen sehr eindrücklich die Streuung pro Stadt – München hat einen viel höheren Median UND eine größere Spannweite als Chemnitz.
Datenquellen: ImmobilienScout24, ImmoWelt, Mietspiegel der Städte, destatis (Verdienste).
Schwerpunkte: Eigene Datenerhebung Box-Plot Streuungsmaße

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